Familie, Kindergarten & Schule

Wir wollen keine Schnellschüsse, sondern eine nachhaltige Entwicklung, in deren Mittelpunkt Familie, Jugend und Senioren stehen. Um den sich wandelnden Herausforderungen gerecht zu werden, muss in Konzepten gedacht und geplant werden. Es bringt uns nichts, jede Einrichtung einzeln zu betrachten oder sogar nur über Gebäude zu sprechen. Es werden wertvolle Synergien nicht genutzt. Das Gebäude ist eigentlich das letzte, was geplant und betrachtet werden muss. Wir müssen uns zuerst klar werden, was möchten wir und anschließend müssen die entsprechenden Räume entweder angepasst / umgebaut werden, oder auch neue geschaffen werden.

Aus dieser Sichtweise sind auch die folgenden konkreten Vorschläge und Ideen entstanden.

Mehrgenerationen – Areal

Im Zuge der anstehenden Erweiterungen und der bereits bestehenden Einrichtungen sollte ein Mehrgenerationen – Areal entstehen. In diesem Areal werden Angebote über alle Generationen hinweg angeboten.

So sollten die Einrichtungen übergreifend konzipiert und auch genutzt werden. Die entstehenden Synergien sparen Ressourcen und Kosten und schaffen zusätzliche Angebote, die als einzelne Einrichtung oft nicht möglich oder umsetzbar wären.

 

 

Gemeinsame Gärten, Küche, Werkräume usw.

Gemeinsame Nutzungen können zwischen Kindergarten und Schule entstehen, wenn z.B. die Kindergartenkinder die Schulküche nutzen um gemeinsam ein Erntedankessen vorbereiten.

Senioren können die Schulküche oder Werkräume z.B. für Seniorenkurse nutzen, ebenso auch die Vereine wie z.B. der Frauenbund für Kochkurse. Auf den Flächen sollten auch gemeinsame Gärten entstehen, der von allen Generationen betreut wird. Dieser kann dann im Schulunterricht oder auch von der Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins genutzt werden.

Das sind nur erste Ideen und Ansätze, sicher gibt es noch viele weitere Synergien, die man nutzen kann.

Bewegungsparcour

Ein Bewegungsparcour vereint auf einer bestimmten Fläche verschiedene Outdoor-Fitnessgeräte miteinander, die aufgrund ihres Aufbaus zu Übungen animieren. Der Bewegungsparcours sollte sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ausgelegt werden. So entstehen sportliche Anreize auch im öffentlichen Bereich. Ein solcher Parcour kann von Einheimischen, Urlaubsgästen oder vielleicht sogar für “Gesundheits-kurse” genutzt werden.

Das Konzept des Bewegungsparcours hat sich bewährt:

Die Anlage animiert auch im Alltag zur Bewegung und lädt dazu ein, verschiedene Geräte auszuprobieren. Spielerisch werden persönliche Entwicklung, Fitness und Muskelaufbau dabei unterstützt.

Das Angebot sollte generationsübergreifend Zuspruch finden.

Bewegung im Alltag ist besonders wichtig. Sie hält nicht nur fit, sondern beugt auch diversen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Damit kann langfristig das Gesundheitssystem erheblich entlastet werden. Die Erfahrung zeigt zudem, dass nicht nur Ältere im Rahmen des Seniorensports, sondern auch junge Menschen so zur Bewegung animiert werden.

Kurzfassung

Wir werden:

  • ein Mehrgenerationenareal schaffen, das Kindergarten, Schule und Senioren verbindet
  • Gärten für die gemeinsame Nutzung von Kindern, Schülern und Senioren anlegen
  • einen Bewegungsparcour für Kinder und Erwachsene errichten

Kindergartendorf St. Leonhard

Das Motto „Der schönste Weg ist der gemeinsame“ ist Bestandteil des humanistischen Pädagogikkonzeptes. Als eines von nur 60 Häusern darf sich der Kindergarten in Neureichenau “Reggio-inspirierte” Einrichtung nennen und lebt eine auf Neugier und Selbsttätigkeit der Kinder gerichteten Erziehungsweise.

Das Team qualifiziert sich laufend fort und vereint langjährige Erfahrung mit neuen Sichtweisen. Unsere Kinder sind hier in besten Händen.

Im August´19 war der Kindergarten mit 162 Kindern belegt. Der Kindergarten umfasst aktuell 120 Regelkindergartenplätze, sowie 38 Kinderkrippenplätze. Aktuell werden einige Plätze von mehr Kindern geteilt.

Die Wald- und Wiesengruppe ist mit 20 Plätzen belegt. Die 2018 eingeführte Ergänzung zum „normalen“ Kindergarten wird sehr gut angenommen und es liegen bereits zahlreiche Anfragen für 2020 vor.

Sowohl die Kindergartengruppen (incl. Wald- und Wiesengruppe), als auch die Krippengruppen sind ausgebucht!

Erweiterung der Einrichtung

Laut der aktuellen Bedarfsplanung wird mit 68 Kinderkrippenplätzen, sowie 150 Regelkindergartenplätzen gerechnet.

Um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden, muss der Kindergarten entsprechend den Anforderungen erweitert werden. Die Erweiterung sollte an einem Standort erfolgen, da dies einige Vorteile bietet.

Mit nur einer Einrichtung in der Gemeinde ist alles in einer Hand und es gibt nur einen Ansprechpartner. Es stellt sich nicht die Frage ob aus Platzgründen ein Kind in einer Einrichtung zur Krippe geht und dann in der anderen Einrichtung in den Kindergarten muss. Die Kinder wachsen bereits in Krippe und Kindergarten in einem Haus gemeinsam auf, und können dies – sofern das Konzept umgesetzt wird – auch in der Grundschule beibehalten.

Neben den Vorteilen für die Kinder ergeben sich auch für die Organisation positive Aspekte. Gerade auch im Bereich der Kinderbetreuung ist Personal bereits schwer zu finden. Eine große Einrichtung ist durch die bessere Möglichkeit von Vollzeitstellen attraktiver. Ebenso sind Vertretungen im Krankheitsfall oder in Fall von Berufsverboten besser zu koordinieren.

Wald- und Wiesengruppe

Die neu errichtete Wald- und Wiesengruppe ist bereits kurz nach Einführung bereits „ausgebucht“.

Die aktuelle Übergangslösung hinsichtlich der Unterkunft ist noch nicht optimal. Ein Gruppenraum in Holzbauweise mit entsprechenden sanitären Einrichtungen ist bereits seitens der Gemeinde in Planung bzw. Umsetzung. Diese Einrichtung muss auch langfristig erhalten bleiben und die notwendigen Gestaltungsmaßnahmen müssen eingeleitet werden.

 

Kindergartenkinder – Beförderung

Der oft frühe Wiedereinstieg beider Eltern in das Berufsleben  hat den Betreuungsbedarf der Kinder in den vergangenen Jahren verändert. Damit verbunden ist auch der Bedarf der Beförderung der Kleinkinder. Seitens der Gemeinde wird hier in einem ersten Schritt (Januar/Februar 2020) der Bedarf ermittelt. Wir sehen als eine der Möglichkeiten, dass der aktuelle Linienverkehr für Kindergartenkinder genutzt werden kann. Eine Umsetzung ist durch eine Schulbusbegleitung möglich. Die Begleitperson übernimmt die Kinder an der Haltestelle von den Eltern und begleitet die Kinder in den Kindergarten. Beim Rücktransport werden die Kinder wieder entsprechend an den jeweiligen Bushaltestellen an die Eltern übergeben. Durch diese Begleitung wird zusätzlich auch eine Unterstützung für Schulanfänger gewährleistet.

Sollte in naher Zukunft ein Bürgerbus in Neureichenau zum Einsatz kommen, so könnte dieser auch für die Beförderung von Kindergartenkindern genutzt werden. Sicher gibt es noch weitere Möglichkeiten der Beförderung, die für eine bessere Beförderungssituation genutzt werden können.

Ziel ist, die Begleitung / Kindergartenbeförderung möglichst kostenfrei zu realisieren.

Durch die Nutzung von Gemeinschaftsbeförderungen wird der Anliefer- und Abholverkehr am Kindergarten erheblich entspannt und zusätzlich werden erhebliche Mengen an CO2 eingespart.


KURZFASSUNG

Wir werden:

  • den Kindergarten / Kindergrippe St. Leonhard als Reggio-inspirierte Einrichtung weiter fördern und unterstützen
  • die Einrichtung nach dem aktuellen Bedarf am derzeitigen Standort erweitern
  • die Wald- und Wiesengruppe als langfristige Einrichtung gestalten und ein Gebäude in Holzbauweise als Schlechtwetterlösung errichten
  • eine Kindergartenkinder – Beförderung durch den Linienverkehr (ÖPNV) mit Hilfe einer Schulbusbegleitung einrichten

 

SCHULEN AM DREISESSEL

Die gesellschaftlichen Änderungen, sowie auch die Veränderungen der Anforderungen an die künftigen Auszubildenden über die letzten Jahre, erfordert eine moderne, zukunftsgerichtete Ausrichtung unserer Schulen.

Die Erweiterung bietet uns eine einzigartige Chance für moderne Bildung und Betreuung in der Gemeinde Neureichenau.

Zu den Schulen am Dreisessel im Schulverband der Gemeinde Neureichenau gehören derzeit drei Schulstandorte:

Die Grundschulen in Altreichenau und in Lackenhäuser, dazu die Mittelschule in Neureichenau, in der derzeit auch die Mittagsbetreuung für alle Grundschulkinder stattfindet.

Diese Schulen sollen in Neureichenau zu einem zentralen Schulstandort zusammengeführt werden, damit für alle Schüler die Voraussetzungen für neue pädagogische Konzepte geschaffen werden können, wie sie im Kindergarten bereits erfolgreich umgesetzt werden.

Die Schulfamilie hat lange über Für und Wider der Zusammenlegung diskutiert und sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Sie sieht in dem nun beabsichtigten Prozess die Möglichkeit, in enger Abstimmung mit der Gemeinde Gelingensbedingungen für nachhaltiges Lernen zu verwirklichen.

Alle Beteiligten sind dabei den Bildungszielen der Bayerischen Verfassung und des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes verpflichtet,
die in den aktuellen Lehrplänen PLUS für die Grund- und Mittelschulen in Bayern konkretisiert sind. Selbstverständlich müssen bei der Umsetzung von neuen Standards alle für den Schulträger bedeutsamen DIN-Normen, technischen Richtlinien (u.a. BayBO, SchulbauV), Unfallverhütungs- und Arbeitssicherheitsvorschriften, Rechts- und Verwaltungsvorschriften zu Bau und Ausstattung von Schulen sowie baurechtliche Standards vollumfänglich berücksichtigt werden.

Auf dieser Grundlage haben die Mitarbeiter der Mittags- und Ganztagsbetreuung und die Lehrkräfte der Grund- und Mittelschule, die dort unterrichten und Schulleben gestalten wollen, unter der Leitung von Karin Doberer (LernLandSchaft®) in Workshops ein modernes „Pädagogische Raumfunktionsbuch“ für die Grund- und Mittelschule entwickelt.

Dem Grundsatz der sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Inklusion und Integration folgend, soll auf dem Schulareal samt seiner Freianlagen ein attraktiver Begegnungs- und Entwicklungsraum für Kinder und Jugendliche entstehen und ausgebaut werden.

Zur bestmöglichen Umsetzung ist nun die Gemeinde Neureichenau als Bauherrin und die beauftragten Architekten und Planer gefordert, im Zuge der bevorstehenden Sanierungs-bzw. Umbaumaßnahmen ein entsprechend neuartiges Raumkonzept zu verwirklichen.

Vorteile des Konzepts:

  • Gemeinschaft
  • Noch mehr Gemeinschaft wird möglich
  • Angenehme Atmosphäre für die gesamte Schulfamilie
  • Unsere Schule – ein Team! „…do mog i hi….“
  • Familienorientierung – ein Stück gemeinsame Heimat für Kinder und Familien
  • Kinder fühlen sich zuhause
  • Pädagogik
  • Neue Möglichkeiten der pädagogischen Arbeit – roter Faden vom Kindergarten bis zum Schulaustritt
  • Individuelle Förderung wird ermöglicht durch größere Vielfalt/Bandbreite an Angeboten
  • Optimale Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder werden geschaffen
  • Viel Platz und Möglichkeiten zum selbständigen Lernen
  • Optimale Vorbereitung auf das Leben durch verschiedene Arbeitsgemeinschaften
  • Die Struktur im Gebäude ermöglicht strukturierte Klasseneinheiten
  • Kosten
  • Bus- und Transportwege entfallen teilweise (Mittagsbetreuung, Sport)
  • Technische, energetische, akustische Optimierung des Gebäudes
  • Allgemein
  • Ansprechendes, modernes Schulgebäude, das räumliche Synergieeffekte schafft
  • Dauerhafter M-Zweig kann besser gewährleistet werden
  • Praxisnaher Lernbezug
  • Moderne, lebensnahe Schule
  • Umsetzung eines modernen Schulkonzepts als Gesamtkonzept für alle Jahrgangsstufen
  • Schulisches Alleinstellungsmerkmal in unserer Region

Ein wesentliches Merkmal des Konzeptes ist die Schaffung von sogenannten Clustern. Zentrum ist in der Regel immer der Marktplatz, der als Treffpunkt und individueller Raum dient.

Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:


Nachmittags- und Ferienbetreuung

Mit der schulischen Nachmittagsbetreuung wollen wir einen wichtigen Beitrag für mehr Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit leisten. Außerdem wollen wir Eltern mit schulpflichtigen Kindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern.

Die Nachmittagsbetreuung der Grund- und Mittelschüler entwickelt sich über die letzten Jahre sehr positiv. Um die Qualität weiter zu steigern, werden die räumlichen Anforderungen in der Erweiterungs- und Umbauplanung berücksichtigt.

Eine Betreuungslücke entsteht aktuell oft in den Ferien. Gerade berufstätige Eltern haben hier nicht die Möglichkeit, eine Betreuung der Kinder zu gewährleisten. Damit diese Lücke geschlossen wird, soll mit dem neuen Konzept auch eine Ferienbetreuung eingerichtet werden.

 

Essen & Verpflegung

Wenn’s schmeckt, lernt sich’s leichter!

Schüler vollbringen täglich geistige Höchstleistungen. Ein gesundes und abwechslungsreiches Essen ist deshalb sehr wichtig. Die angebotenen Speisen müssen: ausgewogen und mit frischen Lebensmitteln zubereitet werden – bevorzugt saisonal und aus der Region – sowie mit natürlichen Zutaten.

EU-Schulprogramm – Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte für Bayerns Kinder

Das EU-Schulprogramm soll die Wertschätzung von Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten bei Kindern steigern und die Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Ernährungsverhaltens unterstützen. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 und Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt in Kindergärten erhalten aktuell kostenlos bevorzugt regionales und saisonales Obst, Gemüse, Milch und ausgewählte Milchprodukte. Das EU-Schulprogramm wird aus Landes- und EU-Mitteln finanziert.

Das Programm sollte auch auf die restlichen Jahrgangsstufen in der Mittelschule ausgeweitet werden, da auch gerade in den folgenden Jahrgangsstufen eine gesunde Ernährung gefördert werden muss.

Bei den Planungen für das neue Schulkonzept wurde deshalb auch großer Wert darauf gelegt, dass die eigene Schulküche wie sie bisher besteht weiter erhalten bleibt. Hier können die Kinder ihre Wünsche äußern, welche die netten Damen aus der Küche immer wieder berücksichtigen.