Ziel ist, die Gemeinde Neureichenau als führende Gemeinde in unserer Region zu entwickeln. Wir müssen in den verschiedensten Bereichen Vorbildfunktion einnehmen, wie z.B. Kindergartendorf St. Leonhard.

 

Es ist wichtig die Ideen und Anregungen der Menschen einzuholen, denn jeder hat einen anderen Blickwinkel, seine eigenen Erfahrungen und Schwerpunkte. Dies muss auch künftig wieder verstärkt geschehen. Sei es in offiziellen Bürgersprechstunden oder etwa in gemeindlich organisierten Dorfstammtischen.

Bei der Bearbeitung einzelner Themen sind die Betroffenen bzw. das entsprechende Fachpersonal von Beginn an einzubeziehen – so wie es beispielsweise bei der Konzepterstellung der Lernlandschaft für die Grund- und Mittelschule geschehen ist. Nur mit genügend Einbezug und Transparenz stehen alle Bürgerinnen und Bürger hinter “ihren” Projekten.

Gemeindeentwicklung

Die Gemeinde Neureichenau muss ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen: In einem Prozess muss ein Gemeindeentwicklungsplan erarbeitet – ein Leitbild, an dem neben Vertreter*innen von Gemeinderat, Verwaltung und Fachleuten auch die gesamte Bevölkerung sowie Vereine aktiv mitwirken sollen.
Der Zukunftsplan muss beschreiben, wohin sich die gesamte Gemeinde entwickeln soll und wie wir diese Ziele erreichen wollen. Ein Aktionsplan soll sowohl kurz-, mittel- und langfristige Projekte einer nachhaltigen, qualitätsvollen und zukunftsorientierten Gemeindeentwicklung enthalten. Einige Projektvorschläge und Ideen sind bereits in diesem Zukunftsplan enthalten. In der weiteren Arbeit gilt es nun die Vorschläge in einem offiziellen Gemeindeentwicklungsplan zu beschließen und anschließend umzusetzen.

Ortsteilentwicklung / Konzept

Ein Ortsteilentwicklungskonzept hat das Ziel einen Orientierungsrahmen für die künftige Entwicklung eines Ortsteils zu schaffen. Es handelt sich um ein informelles Planungsinstrument, mit dessen Hilfe zukünftige Planungen und Investitionen gesteuert werden können und das dem Gemeinderat als Entscheidungshilfe für Beschlüsse dient.
Im Ortsteilentwicklungskonzept sollen die Ortsteile Neureichenau, Altreichenau, Gsenget, Klafferstraß und Lackenhäuser möglichst in seiner Gesamtheit, räumlich wie auch thematisch, betrachtet werden. Dafür wird eine Vielzahl an relevanten Themen einbezogen, die sich entsprechend ihrer Bedeutung für den Ort im Laufe des Prozesses weiter ausgestalten.
Mögliche Themenbereiche sind:
Ortsentwicklung & -gestaltung
Bauen & Wohnen
Gewerbe, Einzelhandel, Tourismus
Kultur, Sport, Soziales, Gesundheit
Natur, Umwelt, Grünflächen, Landwirtschaft
Versorgung & Infrastruktur
Verkehr
Allgemeines (z.B. individuelle Identität des Ortsteils)
Wichtigste Voraussetzung für die Erstellung eines gelungenen und individuellen Entwicklungskonzeptes für den jeweiligen Ortsteil ist die Beteiligung der Bürger. Die Einwohner des Ortsteils können und sollen sich am Prozess beteiligen.
Bei einer Auftaktveranstaltung können sich die Bürger, nach einer thematischen Einführung, in einem Workshop bei den verschiedenen Themen einbringen und ihre Ideen, Anregungen und Wünsche diskutieren. Die Ergebnisse fließen dann in die Erstellung eines Entwurfes mit ein, der von Arbeitskreisen erstellt wird. Dieser Entwurf wird bei einer zweiten Veranstaltung den Bürgern vorgestellt, anschließend gemeinsam diskutiert und ggf. weiterentwickelt. In einer abschließenden Veranstaltung wird dann das fertige Ortsteilentwicklungskonzept vorgestellt.

Mobilität

Durch die aktuellen Klimadiskussionen angestoßen, machen sich immer mehr Menschen Gedanken über alternative Mobilitätsformen. Sicher sind die Voraussetzungen und Möglichkeiten bei uns am Land anders als in den Städten. Aber auch bei uns wird es in den kommenden Jahren Veränderungen geben. Neben Angeboten wie Car-Sharing oder Mitfahrzentralen die von Privaten Anbietern kommen, haben auch Kommunen Möglichkeiten sich einzubringen.

Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV)

Mit der Einführung des ÖPNV in unserem Landkreis, dem sich die Gemeinde Neureichenau angeschlossen hat, erfolgte ein erster Schritt. Wie bei den meisten Projekten gab es auch hier erste Anlaufschwierigkeiten und sind Optimierungen in den kommenden Jahren notwendig, aber dennoch ist es wichtig hier mit dabei zu sein. Um die (neuen) Möglichkeiten durch den ÖPNV stärker bekannt zu machen ist in Zusammenarbeit mit Busunternehmer und Landkreis eine Informationsveranstaltung zu organisieren. Die Bürgerinnen und Bürger können sich einerseits über die Angebote (Fahrpläne, Rufbussystem, Fahrpreisgestaltungen) informieren und andererseits auch Verbesserungsvorschläge in erster Hand anbringen.

Mitfahrbank

Aktuell gibt es eine Bürgerbefragung zu Bürgerbus und Mitfahrbank. Mitfahrbänke sind eine kleine Ergänzung zur Mobilität. Es werden an zentralen Punkten in der Gemeinde Bänke aufgestellt und wer sich drauf setzt kann anhand eines Schildes kundtun in welche Richtung er fahren möchte. Wenn ein Auto in diese Richtung fährt kann es anhalten und denjenigen mitnehmen. Die Kosten bei diesem Projekt sind überschaubar, wird die Möglichkeit nicht in Anspruch genommen, können die Bänke trotzdem genutzt werden.

Bürgerbus

Wesentlich aufwändiger ist das Konzept eines Bürgerbusses. Hier sollen sich nach Möglichkeit Bürger freiwillig bereit erklären, bestimmte Routen mit einem Kleinbus zu übernehmen. Ein Bürgerbus kann als Zubringer zum ÖPNV genutzt werden, für Fahrten zum Seniorennachmittag oder aber auch für Fahrten zu Banken, zum Arzt etc. Beispielsweise Ältere Menschen, die kein eigenes Auto besitzen und nicht zu Fuß zur nächsten Bushaltestelle kommen, können davon profitieren. Ebenso können die Jugendlichen die Beförderung zu Freizeiteinrichtungen in der Gemeinde nutzen. Es kann auch ermöglicht werden, den Kleinbus an einheimische Vereine und Gruppierungen zu verleihen. Im ersten Schritt ist der Bedarf zu ermitteln, um ggf. ein angepasstes Konzept zu erarbeiten. Diese Ermittlungen werden durch das Projekt iMONA unterstützt und gefördert.
In anderen Kommunen wird ein solcher Bürgerbus auch zur Beförderung von Kindergartenkindern eingesetzt. Vielleicht macht es bei uns mehr Sinn, die Kindergartenkinder mit dem ÖPNV Angebot zu befördern. Was jedoch in Neureichenau passend ist, ist durch eine Bedarfsermittlung festzustellen.

Kurzfassung

Wir werden:
  • einen offenen Dialog mit den Bürgern führen
  • bei Projekten alle Betroffenen (Fachleute, Bürger, Vereine) mit ins Boot holen
  • bei der Optimierung und Kommunikation des ÖPNV mithelfen
  • die Mobilität in der Gemeinde zukunftsweisend aufstellen (Bedarf ermitteln – Angebot gestalten)
Das hohe Verkehrsaufkommen, sowie die offensichtlich überhöhten Geschwindigkeiten in den Ortseinfahrten stellen ein dauerhaftes hohes Risiko für die betroffenen Bürger und Kinder dar. Es müssen hier dringend Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Straßenbauamt umgesetzt werden. Mögliche Maßnahmen könnten sein:
1. Profilierte Markierung mit akustischer Warnwirkung (Rillen) außerhalb des Ortsbereichs, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge bereits vor der Ortseinfahrt zu verringern.
2. bauliche Maßnahmen wie z.B. Teilung der Fahrbahn durch Verkehrsinsel aus Gründen von Sicherheit, Lärm- und Emissionsschutz.
3. Geschwindigkeitsanzeige mit Gesicht auf Höhe des Ortsschilds.
4. Querungshilfen und Kinderzebrastreifen auf Höhe der Bushaltestellen.
Die einzelnen Maßnahmen müssen auf die betroffenen Ortsteile Neureichenau, Altreichenau, Gsenget, Lackenhäuser und Klafferstraß entsprechend der örtlichen Anforderungen angepasst werden.

Geh- und Radweg Gsenget

An der viel befahrenen Hauptstraße an der Ortseinfahrt (aus Richtung Jandelsbrunn), sollte ein Geh- und Radwegstreifen neben der Hauptstraße entstehen. Aufgrund der wachsenden Siedlung bietet ein solcher Weg eine Erleichterung für Spaziergänger und Radfahrer. Es entsteht ein Rundweg, der die Lücke zwischen Dorf und Siedlung schließen wird.

Bauhof

Der Bauhof der Gemeinde Neureichenau ist grundsätzlich gut und passend für die Anforderungen ausgestattet. Optimierungen sind in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen zu prüfen und zu erarbeiten.
Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit sind Möglichkeiten zu prüfen, welche Gerätschaften gemeinsam mit Nachbargemeinden genutzt werden können.

Breitbandausbau

Die Gemeinde hat die bisherigen Möglichkeiten im Rahmen des Breitbandausbaus für Haushalte und für die Schulstandorte bereits bestmöglich genutzt. Es ist ein Förderprogramm zur Förderung von Glasfaser ins Haus zu erwarten. Auch künftig werden wir die möglichen Förderungen nutzen und den Ausbau in unserer Gemeinde vorantreiben.
Eine gute Breitbandversorgung wird mittel- und langfristig für unsere Gemeinde ein wichtiger Bestandteil für Lebens- und Arbeitsqualität in unserer Heimat sein.

Ladestationen für E-Auto, e-Bikes

Aktuell befinden sich Ladestationen für E-Autos in Altreichenau und bei Auto Denk in Neureichenau. Es gibt bereits einige eBike Lademöglichkeiten in unserer Gemeinde (bei Hotels- und Gasthäusern).
Bei weiterem Bedarf sollten weitere Möglichkeiten an zentralen Anlaufstellen geschaffen werden. Bei neuen (touristischen) “Attraktionen” bzw. Vorhaben ist zu prüfen ob Ladestationen für E-Bikes Sinn machen und eingerichtet werden können.

Kurzfassung:

Wir werden:
  • einen offenen Dialog mit den Bürgern führen
  • bei Projekten alle Betroffenen (Fachleute, Bürger, Vereine) einbinden
  • bei der Optimierung und Kommunikation des ÖPNV mithelfen
  • die Mobilität in der Gemeinde zukunftsweisend aufstellen (Bedarf ermitteln – Angebot gestalten)