Neureichenau – Starkes Zentrum, Lebendiges Dorf

Die große Idee für die Zukunft unseres Dorfes – Ein Zentrum, das lebt und verbindet.
Das Dorf in Neureichenau soll attraktiver werden. Für alle Gemeindebürger und diejenigen, die hier arbeiten, einkaufen oder uns einfach besuchen. Als Lebens- und Erholungsraum, gut erschlossen und lebenswert. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Gestaltung und Entwicklung unseres Dorfzentrums.
Unser Dorfzentrum soll einladend und großzügig gestaltet werden, mit Freiräumen und attraktiven Fußgängerbereichen, die Menschen anziehen, zum Einkaufen und Verweilen animieren.
Die Fußgängerinnen und Fußgänger erhalten mehr Gewicht gegenüber dem Individualverkehr, welcher intelligent in das Konzept einbezogen wird.
Das Konzept muss planerisch begleitet werden, sowie die Fördermöglichkeiten für solche Maßnahmen bestmöglich genutzt werden. (Dorferneuerung / Städtebauförderung usw.)

Dorfplatz Neureichenau

Die bestehenden Veranstaltungen und Events, sowie zusätzliche Veranstaltungen sind die Grundlagen für die Nutzung der Dorfmitte. Frühling – Sommer – Herbst – Winter – eine Ganzjahresnutzung wird das Dorf in Neureichenau beleben. Denn nur wenn sich Menschen in unserer Dorfmitte aufhalten, kann und wird auch etwas entstehen.
Der Dorfplatz sollte für sämtlichen Veranstaltungen genutzt werden können. Maibaumaufstellen – Portiunkula- und Leonhardikirta – Tag des Sports – Christkindlmarkt oder Glühweinstand in der Vorweihnachtszeit, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Auch für “neue” Veranstaltungen soll der Dorfplatz eine Anregung sein. Sei es ein Wochenmarkt mit ökologischen und regionalen Produkten oder in den Wintermonaten eine mobile Eislaufbahn, die von allen Vereinen belebt wird – „Neureichenau on Ice“.

Gemeinschaftshaus

Wir wollen nicht einfach ein Gebäude in die Dorfmitte stellen, sondern ein modulares Gemeinschaftshaus errichten, das sich mit den Bedürfnissen und Anforderungen der Bürger mitentwickeln kann. Unter „modular“ verstehen wir, dass wir umgehend einen ersten Teil umsetzen können und wir über die nächsten Jahre das Gebäude erweitern können. Ob hier künftig ein Bürgersaal oder eine zentrale Tourist-Information entsteht, wird die Entwicklung in den kommenden Jahren zeigen. Wir halten uns durch dieses Konzept alle Möglichkeiten offen.
Im ersten Schritt sehen wir den Bedarf bei einem Ausschank mit Küche für die Bewirtung von Festen auf dem Dorfplatz. So können Feuerwehrfeste, Maibaumaufstellen oder weitere Vereinsfeste über das Gebäude versorgt werden. Die bereits beschlossenen öffentlichen Toiletten samt Behindertem WC können hier umgesetzt werden.
In dem von Bäumen beschatteten Bereich sollen Sitzbänke aufgestellt werden, um im Sommer verweilen zu können. Für Feriengäste ist ein interaktiver Informationspunkt zu integrieren sowie ein kleiner Spielplatz für die Kinder. Die Möglichkeit von Parkplätzen sehen wir im unteren Bereich, die auf terrassiertem Gelände geschaffen werden können.

Dorfgestaltung

Bei sämtlichen Maßnahmen ist daran zu denken, vorhandene Objekte auszubauen und zu sanieren, anstatt neu zu bauen. Leerstände sind im gesamten Gemeindebereich zu vermeiden, wo es nur geht. Zu einem freundlichen Ortsbild sind auch die Grünflächen im Ortskern in ein Gesamtkonzept einzubeziehen.
Um der Ortsmitte einen offenen, freundlichen Anblick zu verschaffen sind die Bürgersteige abzusenken. Diese Maßnahme soll auch Teil eines Konzepts zur Barrierefreiheit in der Gemeinde sein. Um Fußgängern, Rollstuhlfahrern, und Kinderwägen die Straßenüberquerung zu erleichtern sind Querungshilfen im Ortsbereich notwendig. Hier am geeignetsten erscheinen Verkehrsinseln in Mitten der Fahrbahn, bei denen Halt gemacht werden kann (siehe Überquerung Parat). Als positiven Nebeneffekt werden die Autofahrer an eine niedrige Geschwindigkeit erinnert.
Erst wenn das Konzept für den Ortskern fertig ist, macht es Sinn die Ortsdurchfahrt zu teeren. Die Gemeinde wartet nun schon einige Jahre auf die Teerung der Straße. Es erscheint logisch, dass eine solche im Zuge einer Ortskerngestaltung erfolgt, d.h. wenn wir wissen was wir wollen und mit der Umgestaltung beginnen, ist auch die Teerung sinnvoll.

Wirtshaus im Dorf

Vielfacher Wunsch der Bevölkerung ist ein Wirtshaus im Dorf. Auch von Urlaubsgästen ist dies vielmals ein Wunsch.
Im Rahmen der Dorfentwicklung bzw. eines Gesamtkonzepts ist zu prüfen, welche Möglichkeiten es im Zusammenhang mit dem bestehenden Wirtshaus „Hüttenmeister” (GH Resch) gibt. Hierbei sind Gespräche mit Inhaber und Pächter zu führen und zu prüfen ob entsprechende Förderungen sinnvoll eingesetzt werden können. Ein von der Gemeinde betriebenes Wirtshaus ist nicht unser Ziel. Die Gemeinde hat hier nicht in den Wettbewerb zu den bestehenden Gasthäusern zu treten.

Die Dörfer im besten Licht

Zum Erscheinungsbild eines Ortes gehören nicht nur Straßen, Freizonen und Häuser – auch das Licht spielt eine wichtige Rolle bei der harmonischen Gestaltung des Dorfkerns.
Mit der LED-Technologie ergeben sich heute ganz neue Möglichkeiten zur Ausleuchtung von Straßen und Plätzen. Ziele eines Beleuchtungskonzeptes ist die Beleuchtung der Dorfzentren in Neureichenau, Altreichenau, Gsenget und Klafferstraß nach einem einheitlichen Konzept umzusetzen. Nebst den Straßen werden zusätzlich ausgewählte Plätze und Objekte beleuchtet, um auch nachts Abwechslung ins Straßenbild zu bringen und die Sicherheit für Fußgänger zu steigern.
Zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Beleuchtungsqualität geht es darum, Licht zukünftig bedarfsgerecht zum gewünschten Zeitpunkt für die gewünschte Dauer an bestimmten Orten / Straßen zur Verfügung zu stellen.
Es geht darum, die Lichtgestaltung öffentlicher Räume durch dynamisches Licht zu optimieren und dabei gleichzeitig die Lichtmenge zugunsten eines geringeren Energieverbrauchs und begrenzter Lichtverschmutzung zu vermindern. (Beispiel: Laternen in Siedlungen schalten in der Nacht auf eine verringerte Leistung, geht jemand vorbei, schaltet die Leuchte auf volle Leistung)

Weihnachtsbeleuchtung

Für die Dorfkerne sollte ein Beleuchtungskonzept für die Advents- und Weihnachtszeit entwickelt werden. Vorhandene Beleuchtungen sollten im neuen Konzept eingebunden werden.

Kurzfassung

Wir werden:
  • für den Ortskern in Neureichenau ein Gesamtkonzept erarbeiten (Straßen, Beleuchtung, Dorfmitte)
  • die Dorfmitte zu einem vielseitig nutzbaren und lebendigen Ort umgestalten (Märkte, Feste, Parkplätze)
  • uns um eine positive Entwicklung aller Ortsteile kümmern

Wohnen

Die Gemeinde Neureichenau sollte auch künftig wachsen und neuer Wohnraum wird in allen Altersgruppen benötigt. Es ist wichtig, dass Sie als Einwohner unserer Gemeinde an einem Ort leben können, an dem Sie sich wohlfühlen! Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass wir in unserer Gemeinde für unterschiedliche Bau- und wohnwünsche und Budgets angemessene Angebote schaffen. Dafür brauchen wir ein investitionsfreundliches Klima, das für die zukünftigen Bauherren attraktiv genug ist, diesen Wohnraum oder Baugrundstücke bereitzustellen.
Aber nicht nur das „Wo?” und „Zu welchem Preis?” sind die entscheidenden Fragen, mit denen wir uns schon heute auseinandersetzen müssen. Wir sollten uns auch Gedanken darüber machen, „Wie?” wir zukünftig wohnen wollen.
Diese drei Wohnformen werden in Zukunft laut Forschern interessant:
  • Leben und arbeiten am selben Ort: Wer außerhalb der Firma zu Hause arbeitet, macht das nicht mehr in den eigenen vier Wänden. Dafür stehen gemeinschaftliche Büroräume zur Verfügung, idealerweise im gleichen Haus, in dem man wohnt.
  • Altersgerechtes Wohnen: Es gibt neue Formen von Altersheimen. Auch Mehrgenerationen-Häuser sind eine Antwort auf die alternde Gesellschaft. Beide Wohnmodelle könnten auch kombiniert werden.
  • Wohngemeinschaften: Künftig leben nicht mehr vor allem junge Menschen in Gemeinschaftswohnungen zusammen. Leute ab 50 wählen diese Wohnform ebenfalls.

Trinkwasserversorgung – Lebensmittel Nr.1

Über ein Leitungsnetz mit einer Länge von mehr 170 Kilometer versorgt die Gemeinde Neureichenau ihre Bürger im Durchschnitt mit 600.000 Litern pro Tag. Wasserver- und Abwasserentsorgung sind Kernbestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Die Kommune stellt die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung qualitativ hochwertig und zu angemessenen Entgelten für die Bürgerinnen und Bürger sicher. Wir werden auch dafür sorgen, dass die Infrastruktur als Schatz erhalten bleibt. Der Schutz der Ressourcen zur Trinkwasserversorgung hat daher eine besondere Bedeutung.
Die ständige Wartung und Sanierung des Leitungsnetzes werden wir auch verantwortungsvoll planen und umsetzen und so die langfristige Versorgung mit eigenem Trinkwasser sicherstellen. Eine Privatisierung oder ein Anschluss an „Fernwasser“ schließen wir grundsätzlich aus.
Aktuell sind einige Haushalte noch nicht an der öffentlichen Wasserversorgung angeschlossen. Mittelfristig sollte eine nahezu 100%ige Erschließung erfolgen, da aufgrund der Klimaveränderungen immer öfter bei den betroffenen Anwesen „Wassermangel“ auftritt. Mit Unterstützung der Gemeinde sollten diese Anwesen mittelfristig erschlossen werden.

Straßen & Wege

Die Verkehrsinfrastruktur und die Verkehrssysteme sind von großer Bedeutung für die Entwicklungsmöglichkeiten der Kommunen und signifikanter Teil der Daseinsvorsorge.
Das 119 Kilometer lange gemeindeeigene Straßennetz sollte auch langfristig erhalten werden. Für den Unterhalt plant die Gemeinde aktuell die notwendigen Mittel ein, dies sollte auch künftig so erfolgen.

Dorfeingang Neureichenau

Aktuell ist die Hauptzufahrtstraße in Neureichenau geprägt von Teerlagerplatz und Kläranlage. Diese Situation muss verbessert werden, Möglichkeiten können eine Bepflanzung / Begrünung der Böschung sein. Lagerplätze sollten nicht an exponierten Lagen eingerichtet werden.

Geschwindigkeitsreduzierung in den Ortsbereichen

Das hohe Verkehrsaufkommen, sowie die offensichtlich überhöhten Geschwindigkeiten in den Ortseinfahrten stellen ein dauerhaftes hohes Risiko für die betroffenen Bürger und Kinder dar. Es müssen hier dringend Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Straßenbauamt umgesetzt werden. Mögliche Maßnahmen könnten sein:
1. Profilierte Markierung mit akustischer Warnwirkung (Rillen) außerhalb des Ortsbereichs, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge bereits vor der Ortseinfahrt zu verringern.
2. bauliche Maßnahmen wie z.B. Teilung der Fahrbahn durch Verkehrsinsel aus Gründen von Sicherheit, Lärm- und Emissionsschutz.
3. Geschwindigkeitsanzeige mit Gesicht auf Höhe des Ortsschilds.
4. Querungshilfen und Kinderzebrastreifen auf Höhe der Bushaltestellen.
Die einzelnen Maßnahmen müssen auf die betroffenen Ortsteile Neureichenau, Altreichenau, Gsenget, Lackenhäuser und Klafferstraß entsprechend der örtlichen Anforderungen angepasst werden.

Geh- und Radweg Gsenget

An der viel befahrenen Hauptstraße an der Ortseinfahrt (aus Richtung Jandelsbrunn), sollte ein Geh- und Radwegstreifen neben der Hauptstraße entstehen. Aufgrund der wachsenden Siedlung bietet ein solcher Weg eine Erleichterung für Spaziergänger und Radfahrer. Es entsteht ein Rundweg, der die Lücke zwischen Dorf und Siedlung schließen wird.

Bauhof

Der Bauhof der Gemeinde Neureichenau ist grundsätzlich gut und passend für die Anforderungen ausgestattet. Optimierungen sind in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen zu prüfen und zu erarbeiten.
Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit sind Möglichkeiten zu prüfen, welche Gerätschaften gemeinsam mit Nachbargemeinden genutzt werden können.

Breitbandausbau

Die Gemeinde hat die bisherigen Möglichkeiten im Rahmen des Breitbandausbaus für Haushalte und für die Schulstandorte bereits bestmöglich genutzt. Es ist ein Förderprogramm zur Förderung von Glasfaser ins Haus zu erwarten. Auch künftig werden wir die möglichen Förderungen nutzen und den Ausbau in unserer Gemeinde vorantreiben.
Eine gute Breitbandversorgung wird mittel- und langfristig für unsere Gemeinde ein wichtiger Bestandteil für Lebens- und Arbeitsqualität in unserer Heimat sein.

Ladestationen für E-Auto, e-Bikes

Aktuell befinden sich Ladestationen für E-Autos in Altreichenau und bei Auto Denk in Neureichenau. Es gibt bereits einige eBike Lademöglichkeiten in unserer Gemeinde (bei Hotels- und Gasthäusern).
Bei weiterem Bedarf sollten weitere Möglichkeiten an zentralen Anlaufstellen geschaffen werden. Bei neuen (touristischen) “Attraktionen” bzw. Vorhaben ist zu prüfen ob Ladestationen für E-Bikes Sinn machen und eingerichtet werden können.#

Kurzfassung:

Wir werden:
  • einen offenen Dialog mit den Bürgern führen
  • bei Projekten alle Betroffenen (Fachleute, Bürger, Vereine) einbinden
  • bei der Optimierung und Kommunikation des ÖPNV mithelfen
  • die Mobilität in der Gemeinde zukunftsweisend aufstellen (Bedarf ermitteln – Angebot gestalten)